Wärmezähler zur Warmwasserabtrennung – seit dem 31.12.2013 Pflicht

Laut § 9 Absatz 2 der Heizkostenverordnung (HKVO) ist seit dem 31.12.2013 die auf die zentrale Warmwasserversorgungsanlage entfallende Wärmemenge mit einem Wärmezähler zu messen.

  • Die Gebäudeeigentümer sind verpflichtet, diese Forderung umzusetzen.
  • Kommt der Gebäudeeigentümer der Auflage nicht nach, erfolgt die Abrechnung durch BRUNATA-METRONA standardmäßig nach den entsprechenden Regelungen des § 9 HKVO.
  • Ein zweiter Wärmezähler für die Messung der Wärmemenge der Raumheizung ist messtechnisch sinnvoll, jedoch in der gegenwärtigen Fassung der HKVO Stand 2009 nicht vorgesehen. Der vorsorgliche Einbau einer Messstrecke zur späteren Nachrüstung des zweiten Wärmezählers für die Raumheizung wird jedoch von BRUNATA-METRONA empfohlen, da die gegenwärtige Fassung der HKVO zu diesem Punkt unter Fachleuten kontrovers diskutiert wird. Daher ist es nicht ausgeschlossen, dass durch die Rechtsprechung oder eine eventuell spätere Novellierung der HKVO der zweite Wärmezähler erforderlich wird.
  • Für Neubauten empfiehlt BRUNATA-METRONA den sofortigen Einbau eines Wärmezählers für die Warmwasserabtrennung und einer Messstrecke zur späteren Nachrüstung mit einem Wärmezähler für den Heizkreis.

Kundenauftrag Warmwasserabtrennung

Kundenauftrag Wärmezähler für erhöhte Anforderungen

Handwerker-Auswahlhilfe für Wärmezähler zur Warmwasserabtrennung

Technisches Datenblatt ULTRAHEAT XL 2

Technisches Datenblatt ULTRAHEAT XS

Technisches Datenblatt Einbausätze

Broschüre Novelle 2009 Heizkostenverordnung

FAQs zur Warmwasserabtrennung

Begriffsbestimmungen, Richtlinien und Gesetze

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  • Was bedeutet der Begriff Warmwasserabtrennung?

    Bei der Warmwasserabtrennung soll genau die Menge an Brennstoff ermittelt werden, die zur Aufbereitung des Warmwassers tatsächlich benötigt wird. Dazu wird ein Wärmezähler in das Leitungssystem vom Wärmeerzeuger zum Warmwasserbereiter installiert. Dieser Wärmezähler erfasst die verbrauchte Wärme für die Warmwasserbereitung. Die anteilige Brennstoffmenge zur Warmwasserbereitung kann dann – beispielsweise bei Heizkesseln – über die Formel B = Q/Hi ermittelt werden. Aus der anteiligen Brennstoffmenge und den Brennstoffkosten können dann die Warmwasserkosten in € berechnet werden.

  • Ab wann ist der Einbau eines Wärmezählers zur Warmwasserabtrennung zwingend vorgeschrieben?

    Ab dem 31.12.2013 ist die auf die zentrale Warmwasserversorgungsanlage entfallende Wärmemenge mit einem Wärmezähler zu messen.

    Dies ist in § 9 der Heizkostenverordnung festgeschrieben.

    §9 Absatz 1: Ist die zentrale Anlage zur Versorgung mit Wärme mit der zentralen Warmwasserversorgungsanlage verbunden, so sind die einheitlich entstandenen Kosten des Betriebes aufzuteilen.

    §9 Absatz 2: Die auf die zentrale Warmwasserversorgungsanlage entfallene Wärmemenge (Q) ist ab dem 31. Dezember 2013 mit einem Wärmezähler zu messen.

    Empfehlung:
    Um Zeit und Geld zu sparen, empfiehlt es sich beim Neubau oder bei Heizungserneuerungen, die Installationsarbeiten an der Heizungsanlage gleichzeitig für den Einbau des geforderten Wärmezählers zu nutzen. Eigentümer sparen sich dadurch zusätzlichen Aufwand und Kosten, stellen aber gleichzeitig eine verordnungskonforme Messausstattung sicher.

  • Was sind die Hintergründe für die Einbaupflicht des Wärmezählers zur Warmwasserabtrennung?

    Die neue Regelung soll eine genauere Aufteilung zwischen Heizkosten und Warmwasserkosten bewirken.

    Viele Gebäude wurden in den letzten Jahren energetisch saniert (Dächer, Fassaden, Fenster etc.). Bei diesen sanierten Gebäuden bzw. im Neubausektor sinkt der Verbrauch der Raumheizung, während der Warmwasserverbrauch relativ gleich bleibt. D.h. der prozentuale Anteil an der Warmwasserbereitung erhöht sich. Nur mit einem Wärmezähler lässt sich dieser Verbrauch exakt bestimmen. Der Gesetzgeber trägt dieser Entwicklung Rechnung und will mit der Verpflichtung Wärmezähler einzubauen, den Energieeinsatz für die Warmwasserbereitung exakt erfassen und nicht, wie bisher vorgeschrieben, über eine Formel errechnen.

  • Ist ein zweiter Wärmezähler zur Messung des Heizungsverbrauches erforderlich?

    Ein zweiter Wärmezähler zur Messung der Wärmemenge für die Raumheizung ist messtechnisch sinnvoll, jedoch in der gegenwärtigen Fassung der Heizkostenverordnung (Stand 2009) nicht vorgesehen. Der vorsorgliche Einbau einer Messstrecke für eine spätere Nachrüstung des zweiten Wärmezählers für die Raumheizung wird jedoch von BRUNATA-METRONA empfohlen, da die gegenwärtige Fassung der Heizkostenverordnung zu diesem Punkt unter Fachleuten kontrovers diskutiert wird. Daher ist es nicht ausgeschlossen, dass durch die Rechtsprechung oder eine eventuell spätere Novellierung der Heizkostenverordnung der zweite Wärmezähler erforderlich wird.

    BRUNATA-METRONA empfiehlt deshalb den Einbau eines Wärmezählers zur Warmwasserabtrennung, ergänzt um eine Messstrecke zur späteren Nachrüstung mit einem Wärmezähler für den Heizkreis Raumheizung.

  • Wann gilt der Einbau eines Wärmezählers als „unzumutbar“?

    Was als „unzumutbarer Aufwand“ anzusehen ist, wird in der Heizkostenverordnung nicht beschrieben. Ein unzumutbar hoher Aufwand könnte beispielsweise vorliegen, wenn die Heizungsanlage zur Messung des Warmwasseranteils gravierend umgebaut werden muss.

    Bei folgenden Anlagengegebenheiten könnte dies der Fall sein:

    • Ein direkt mit dem Heizkessel verbundener Warmwassersbereiter, wo keine Möglichkeit besteht, einen Wärmezähler zu installieren (z.B. nur durch Bauartänderung der Anlage).
    • Bei Kombithermen (Heiz- und Warmwassergerät), wo ebenfalls Wärmeerzeuger und Warmwasserbereiter in einer kompakten Einheit verbunden sind und ein Wärmezählereinbau nicht möglich ist.
    • Bei Schicht- und Pufferspeichern (Speicherinhalt: Heizungswasser), wo das Trinkwasser in einer Rohrwendel im Durchflussprinzip erwärmt wird (und gleichzeitig vom Pufferspeicher das Heizungswasser für Heizkörper oder Fußbodenheizung entnommen wird), deren Wärmemenge nicht bestimmbar ist.
  • Warum sollten Sie sich bereits jetzt mit dem Thema auseinandersetzen?

    Zum Ende der Einbaufrist (31.12.2013) kann es zu Lieferengpässen bei Wärmezählern sowie zu Kapazitätsengpässen beim Heizungsbauer, der für die Erstellung der Messstrecke verantwortlich ist, kommen. Eine rechtzeitige Beauftragung der Installation kann hier vorbeugen und ist daher empfehlenswert.

  • Muss bei jahresübergreifenden Abrechnungszeiträumen der Wärmezähler bereits zum Start des Abrechnungszeitraums installiert sein?

    Auch hier gilt weiterhin der 31.12.2013 als letztmöglicher Zeitpunkt für den Einbau.

    Empfehlung:
    Aus Gründen der Abrechnungskonsistenz empfehlen wir jedoch den Einbau eines Wärmezählers vor Beginn des Abrechnungszeitraumes.

  • Über welchen Messzeitraum hinweg muss ein Wärmezähler in Betrieb gewesen sein, damit dieser für die Jahresabrechnung verwendet werden kann?

    Wird ein Wärmezähler während eines Abrechnungszeitraums installiert, kann die Verbrauchsanzeige für die Abrechnung berücksichtigt werden, wenn mindestens 60% messtechnisch erfasst wurden. Bei 365 Kalendertagen müsste damit der Messzeitraum mindestens 219 Kalendertage umfassen. Die Verbrauchsanzeige kann dann auf 1 Jahr hochgerechnet werden.

Technische Fragen

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  • Wer ist für die Auswahl des richtigen Wärmezählers und des dazugehörigen Einbausatzes verantwortlich?

    Für die Auswahl des richtigen Wärmezählers sowie des dazugehörigen Einbausatzes ist der Heizungsfachbetrieb zuständig.
    Dieser kann beispielsweise anhand des Betriebspunktes auf der Pumpenkennlinie die passende Zählergröße bestimmen.

    Für eine vereinfachte und überschlägige Dimensionierung des Wärmezählers kann alternativ die BRUNATA Handwerker-Auswahlhilfe für Wärmezähler zur Warmwasserabtrennung verwendet werden.

    Die Auswahlhilfe gilt nur für Standardanlagen (gewöhnliche Temperaturspreizung) in Verbindung mit Ultraschall-Wärmezählern.

  • Warum sollten Ultraschall-Wärmezähler anstatt Flügelrad-Wärmezählern verwendet werden?

    Ultraschallzähler haben gegenüber herkömmlichen Flügelradzählern folgende Vorteile:

    • Keine beweglichen Teile und deshalb auch bei hoher Belastung verschleißfrei
    • Höchste Messgenauigkeit bereits bei kleinen Wassermengen
    • Keine Ein- und Auslaufstrecken zur Strömungsberuhigung vor und nach dem Zähler nötig
    • Einbaulagenunabhängig (horizontal und vertikal)
    • Kompakte Bauweise und durch Kurzbaulänge bei beengten Einbausituationen von Vorteil
  • Welchen Druckverlust weisen Ultraschall-Wärmezähler zur Warmwasser-abtrennung auf?

  • Was muss beachtet werden wenn mehrere Warmwasserspeicher vorhanden sind?

    Beispiel 1: Die Häuser A und B werden gemeinsam über mehrere Warmwasserbereiter mit Warmwasser versorgt. In diesem Beispiel wird nur 1 Wärmezähler für die Warmwasserbereiter benötigt.

    Beispiel 2: Die Häuser A und B werden getrennt voneinander über jeweils eigene Warmwasserbereiter mit Warmwasser versorgt. In diesem Beispiel wird für jeden Warmwasserbereiter ein Wärmezähler benötigt.

     

  • Was muss bei Anlagen mit Fernwärme beachtet werden?

    Bei Fernwärmeanlagen muss ein Heizungsfachbetrieb prüfen, ob der Wärmezähler im sekundären Kreis (Haus-Heizungswasser) montiert werden kann oder ob dieser im primären Fernwärmekreis (Fernwärmewasser mit hoher Temperatur >90°C bzw. Druck >16 bar) montiert werden muss.

    Ist die Montage des Wärmezähler im primären Fernwärmekreis bzw. in einer direkt angeschlossenen Anlage ohne Wärmetauscher erforderlich, wird das Formular "Kundenauftrag Wärmezähler für erhöhte Anforderungen"
    benötigt.
    Des Weiteren  muss sich der Heizungsfachbetrieb beim Fernwärmeversorger nach der üblichen Vorgehensweise und deren technischen Anschlussbedingungen erkundigen.

    Beispiele für mögliche Fernwärmeanlagen:

    Fernwärmeanlage mit Wärmetauscher (= sog. Systemtrennung) und Wärmezähler zur Warmwasserabtrennung im sog. Sekundärkreis
    Bei Wärmezählereinbaustellen mit Temperaturen von max. 90°C und max. 16 bar Druck sind keine Wärmezähler für erhöhte Anforderungen erforderlich.
    Gerätemiete und Wärmezählermontage durch BRUNATA-METRONA möglich.
    Bitte Formular "Kundenauftrag Wärmezähler Warmwasserabtrennung" verwenden.

    Fernwärmeanlage mit Wärmetauscher und Wärmezähler zur Warmwasserabtrennung im Fernwärme Primärkreis
    Bei Wärmezählereinbaustellen mit Temperaturen > 90°C bzw. >16 bar Druck wird das Formular "Wärmezähler für erhöhte Anforderungen" für Gerätekauf verwendet.
    Kein Mietvertrag oder Eichaustausch durch BRUNATA-METRONA.

    Fernwärmanlage ohne Wärmetauscher (Direktanschluss) und Wärmezähler zur Warmwasserabtrennung im Fernwärme Primärkreis
    Bei Wärmezählereinbaustellen mit Temperaturen > 90°C bzw. >16 bar Druck wird das Formular "Wärmezähler für erhöhte Anforderungen" für Gerätekauf verwendet.
    Kein Mietvertrag oder Eichaustausch durch BRUNATA-METRONA.

Rechtliche Details Wärmezähler

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  • Wer ist für den Einbau eines Wärmezählers zur Warmwasserabtrennung verantwortlich?

    Für den Einbau eines Wärmezählers ist der Gebäudeeigentümer bzw. die Hausverwaltung oder die Eigentümergemeinschaft verantwortlich. Der Verantwortliche ist verpflichtet, die Vorgaben aus § 9 Abs. 2 der HKVO durchzuführen. Außerdem entscheidet er, ob ein Einbau unter Umständen einen unzumutbar hohen Aufwand darstellt.

  • Was passiert, wenn der vorgeschriebene Wärmezähler nicht eingebaut wird?

    Nach § 12 Absatz 1 der Heizkostenverordnung besteht für den Nutzer ein Kürzungsrecht auf die Heizkostenabrechnung, wenn entgegen der Vorschriften dieser Verordnung nicht verbrauchsabhängig abgerechnet wird.

  • Wer trägt die Kosten?

    Umbaukosten an der Heizungsanlage
    In der Heizkostenverordnung gibt es keinen Hinweis, dass die Umbaukosten umlagefähig sind. § 7 Absatz 2 spricht nur von der Verwendung der Messausstattung. Die Umbaukosten trägt der Gebäudeeigentümer.

    Einmalige bzw. laufende Kosten für die Wärmezähler
    Nach § 7 Absatz 2 der Heizkostenverordnung sind die Kosten der Anmietung oder anderer Arten der Gebrauchsüberlassung einer Ausstattung zur Verbrauchserfassung umlagefähig. Wird der Wärmezähler gekauft, sind diese Kosten nicht umlagefähig.