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Smart Submetering

Smart Submetering – ein großer Schritt zu mehr Effizienz beim Energiesparen

Seit Januar 2010 müssen in Neubauten und in totalsanierten Altbauten intelligente Strom- und Gaszähler installiert werden, sogenannte Smart Meter. Dies ist in Deutschland der erste Schritt zur Umsetzung einer EU-Umweltrichtlinie, nach der alle Haushalte bis zum Jahr 2022 mit diesen Geräten ausgestattet werden. Nach der Verordnung der Europäischen Kommission sollen bis zum Jahr 2020 rund 80 Prozent der Haushalte diese intelligenten Zähler haben.

Die weltweite politische Diskussion zeigt, wie aktuell und brisant die Themen Klimaschutz und Energiesparen sind. Wichtig ist dies vor allem für die Wohnungswirtschaft, denn neben den EU-Richtlinien gehören auch Änderungen beim Energiewirtschaftsgesetz und die novellierte Heizkostenverordnung zu den zentralen Themen. Ziel ist es, Eigentümern, Verwaltern und Mietern stärkere Anreize zum Sparen von Heizenergie und Warmwasser zu geben.

Motivation für Smart Submetering
In den letzten Jahren sind die Kosten für Heizwärme und Warmwasser stetig gestiegen. Damit haben sich die Nebenkosten auch zu einem zentralen Thema für Verwalter und Vermieter entwickelt. Eine Wohnung mit hohem Energiebedarf ist auf dem Mietmarkt weniger attraktiv als eine energieeffiziente. Hier gibt es enorme Einsparmöglichkeiten: 74 Prozent der in Wohnungen verbrauchten Energie entfallen auf das Heizen, 12 Prozent auf Warmwasser und lediglich 14 Prozent auf andere Energieformen inklusiv Strom. Neue Lösungen mit Smart Metering machen diese Einsparmöglichkeiten erst transparent. Smart Meter erfassen nicht nur den Verbrauch, sondern zeigen detailliert auf, wann und wo genau Energie verbraucht wird.

Möglich wird das durch fernauslesbare Erfassungssysteme mit funkenden Heizkostenverteilern. Die Heizkostenverteiler erfassen die Heizenergie eines einzelnen Raumes und senden ihre Daten einmal im Monat an einen Datensammler außerhalb der Wohnung. Dieser Datensammler wird monatlich via GPRS ausgelesen. Da mit diesem System keine Wohnungsbegehung mehr nötig ist, bewahren Wohnungsnutzer ihre zeitliche Unabhängigkeit und ungestörte Privatsphäre.

Verbrauchsanalyse als wichtiger Bestandteil
Die Verbrauchsanalyse ist ein Verfahren aus der novellierten Heizkostenverordnung, mit der Verbrauch und Kosten einzelner Nutzer oder Liegenschaften ausgewertet werden können.

Die gewonnenen Informationen können dem Verwalter in einem Internet-Portal bereit gestellt werden, es sind aber auch andere Medien denkbar. Wichtig ist, dass sämtliche Verbrauchsdaten übersichtlich, transparent und verständlich in Verlaufsgrafiken und Diagrammen zusammengefasst sind, das  verstärkt die Aussagekraft der Abrechnung. Diese Informationen sind eine wichtige Grundlage für wirtschaftliches Planen und ökologisches Handeln durch Eigentümer und Verwalter.

Der besondere Mehrwert der Verbrauchsanalyse liegt im Vergleich der Liegenschaften untereinander. Durch die Darstellung des nutzerbezogenen relativen und absoluten Verbrauchs und der Kosten innerhalb der Liegenschaft werden Einsparpotenziale aufgezeigt. Grafiken und Diagramme können in der Regel dank Download-Funktionen in andere Programme exportiert werden. Die Verbrauchsanalyse dient daneben als Entscheidungshilfe für Sanierungsmaßnahmen oder bei der Wartung der Heizungsanlage. In Verbindung mit der Heizkostenabrechnung ist sie nach Angaben der Heizkostenverordnung umlagefähig. Die Praxis hat gezeigt: Bei einer Energieeinsparung von nur einem Prozent sind alle Kosten für die Verbrauchsanalyse abgedeckt - unabhängig von weiteren Einsparungen und zusätzliche Kostenvorteilen für Mieter und Wohnungseigentümer.

Pilotprojekte zeigen mögliche Wege auf
Vorreiter bei Pilotprojekten im Heizenergiebereich sind Abrechnungsunternehmen und Energieversorger, die – oftmals in Kooperationen – erstmals Smart Metering und Smart Submetering für Mehrfamilienhäuser testen. Mit den Pilotprojekten wird der steigenden Nachfrage nach gezielten Lösungen zum Energiesparen entsprochen und in der Praxis getestet. Verwalter und Nutzer profitieren dabei gleichermaßen: Beide erhalten mehr Transparenz zu Energieverbrauch und Kosten und lernen ihre Einflussmöglichkeiten kennen.

Die Einführung von Smart Submetering setzt einen Meilenstein bei der Erfassung und Abrechnung von Energie und Warmwasser. In Anbetracht der steigenden Energiekosten werden Energiedienstleistungen, die sich wie das Smart Submetering und die Verbrauchsanalyse mit der Auswertung von Energieverbrauch und der Information für Wohnungsnutzer auseinandersetzen, immer stärker nachgefragt werden. Zwar werden Heizenergie und Warmwasser dadurch nicht günstiger werden, aber es wird zunehmend einfacher, sie einzusparen. Smart Submetering ist dabei schon lange keine Fiktion mehr, sondern bereits heute ein substanzielles Element effektiven Energie- und Kostenmanagements.

BRUNATA Wärmemesser GmbH & Co. KG

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